Luftschutz in Nachkriegszeiten: Schutzräume der Bundeswehr

In Zeiten des "Kalten Krieges" wurden im Zuge des Zivilschutzes für die Bevölkerung und durch die Bundeswehr an strategisch wichtigen Punkten und auf den militärischen Kasernengeländen usw. typisierte Schutzräume erbaut. Diese fassten zumeist zwischen 20 und über 100 Personen und waren gas- bzw. trümmersicher. Weit verbreitet wurden die Anlagen im Bereich der Küste errichtet. Noch heute sind die "Bunker" oft erhalten, obwohl sie nicht immer als diese zu erkennen sind. Sehr oft wurde durch die Bundeswehr der so genannte "Schutzraum BW-50" für 50 Personen gebaut. Vermutlich diesen Typs sind die Anlagen, die noch heute unter anderem in den Küstenstädten Emden, Wilhelmshaven, Flensburg und Kiel existieren.

 

Emden / Am Tonnenhof

 

Wilhelmshaven / An der 1. Einfahrt

Verdacht auf einen weiteren erhaltenen BW-Schutzraum in Wilhelmshaven besteht im Bereich des Marinearsenals Süd-Mitte. Dort ist ein Hügel erkennbar, in den von Osten her ein Eingang hineinführt. Der Aufbau des Objektes und die Tatsache der anscheinend nicht vorhandenen Notausstiege spricht jedoch eher gegen einen BW-Schutzraum, eher für eine Zisterne oder ähnliches:

 

Flensburg / Mürwik, ehemaliges Militärgelände nördlich des dortigen T 750

 

Kiel / Wik, Militärgelände südlich des dortigen T 750 (Warnemünder Straße)

Bei den Objekten in Flensburg und Kiel liegt die Vermutung nahe, dass eine der Schutzraumwände direkt an die Zerschellerplatte der dortigen T 750-Hochbunker gesetzt wurde. Wenn dem so ist, sollte die massive Zerschellerplatte des T 750 dem Nachkriegsschutzraum zusätzlichen Schutz bieten, so wie auch der nahe Hochbunkerbaukörper selbst als Deckung dienen sollte.

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Auch in Oldenburg auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände existiert eine derartige Anlage, die jedoch heute unter Wasser steht:

 

In Varel auf dem ehemaligen Kasernengelände ("Frieslandkaserne") existiert ebenfalls mindestens eine Schutzraumanlage dieses Bauprogrammes. Es handelt sich hierbei (bei der bekannten Anlage, siehe Foto) jedoch wohl um keinen "BW-50", sondern sehr wahrscheinlich um eine Anlage mit Fassungsvermögen von mehr als 50 Personen. Der größere Lüftungsturm (wohl mit integriertem Notausstieg) spricht dafür:

 

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