Tiefbunker Admiral-Klatt-Straße
in Wilhelmshaven
Der Tiefbunker
an der Admiral-Klatt-Straße befindet sich unter dem heutigen
östlichen Vorplatz der Bushalle des Städtischen Verkehrsbetriebes
Wilhelmshaven. Er wurde durch die Kriegsmarine zwischen 1941 und 1942
höchstwahrscheinlich noch im Zuge der "1. Welle" gebaut.
Die "2. Welle" untersagte regulär den Bau von Tiefbunkern
aufgrund ihres erhöhten Baustoffbedarfes. Die Deckenstärke
beträgt 1,40 m, die Wandstärke 1,80 m. Der Bunker verfügt
über eine Ebene und kostete rund 710000 Reichsmark. Seine Maße
sind 37,20 m x 31,70 m. Reguläre Schutzplätze: 405. Er befindet
sich heute in einem relativ guten, beinahe authentischen Zustand und
wird teilweise vom Verkehrsbetrieb genutzt. So gut wie kein Wasser
steht in den Räumen der Anlage. Äußerlich zu sehen
sind lediglich ein nordwestliches Eingangsbauwerk (Tür nach Westen
gerichtet) im Ensemble mit der nach dem Krieg neu errichteten Bushalle
(Nordostecke der Halle, dieser Teil der Halle stammt noch aus Kriegszeiten)
und ein zweiter, östlich des ersten gelegener Eingangsturm an
der Nordostecke des Tiefbunkers. Dessen Tür ist nach Osten gerichtet.
Ein dritter, südöstlicher Eingangsbau stand an der Stelle
des heutigen Pförtnergebäudes mit seiner Tür nach Süden
hin. Im mittleren Bereich zwischen Eingang Nordost und Eingang Südost
muss der ursprünglich vorhanden gewesene Lüftungsturm gestanden
haben. Diese beiden Bauwerke wurden unter anderem im Zuge des dortigen
Neubaues abgetragen. Im Südwestteil des Bunkers befindet sich
ein stark verbunkerter Raum (fast schon als kleine Halle zu bezeichnen)
mit drei großen Öltanks, welche noch heute durch den Verkehrsbetrieb
genutzt werden. Einer der Tanks trägt (wenn das Typenschild richtig
gelesen wurde) das Baujahr 1944, er muss also irgendwie nachträglich
in den Raum geführt worden sein, als der Bunker bereits vollendet
war. Dieser Punkt stellt noch immer ein Rätsel dar.
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Schauen Sie sich zunächst
den Kurzfilm
der Begehung vom Tiefbunker Admiral-Klatt-Straße in
Wilhelmshaven vom 02.07.08 und den Fernsehbericht über
den Bunker auf NDR 3 vom 05.02.09 an:
Hier
und Hier

Ungefähre Innenaufbauskizze
Die drei großen Öltanks,
schon während des Bunkerbaues für den darüberliegenden Verkehrsbetrieb
eingebaut, wurden von der Firma Prometheus Werke Apparaturen mbH Hannover
gefertigt. Diverse Druckschutzventile im Inneren stammen aus dem Jahre 1943.
Sie haben die RL-Nummer 4-38-12. Es ist davon auszugehen,
dass sie erst nachträglich eingesetzt wurden, da der Bunker bereits 1941
bis 1942 erbaut wurde.


Links: Eingang Nord-Ost und Nord-West
/ Rechts: Eingang Nord-West


Links: Äußere Wandbeschriftung
Eingang Nord-West / Rechts: Eingang Nord-Ost
Unser Dank gilt Herrn Greger
vom Verkehrsbetrieb Wilhelmshaven für die Ermöglichung der Begehung.
Gleichzeitig wünschen wir ihm einen wohlverdienten Ruhestand.
Aufnahmen unserer Begehung vom
10.12.04:

Die Ostseite der Bushalle, diese
Fassade stammt noch aus Kriegszeiten. Die ursprünglich vorhandene alte
Halle wurde beinahe zeitgleich mit dem Bunker errichtet.

Der Nordwesteingang

Der Nordosteingang

...

Es geht viele Stufen hinab, circa
6 Meter unter die Erde.

Wir sind beeindruckt vom authentischen
Zustand der Tiefbunkeranlage. Äußerst gut erhaltene Originalsitzbänke
sind vorhanden...

...und auch weniger gut erhaltene Sitzgelegenheiten.

Eine Lüftungsklappe

Hinweisschild an einer Druckschutztür.
"Vertrieb gemäß § 8 des Luftschutzgesetzes genehmigt
/ Kenn-Nummer RL 3-39/207"...

Pumpenfilter der Lüftungsanlage

Aufschrift
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