Dieses Thema hat durch die Existenz des kleinen Rundbunkers auf dem Gelände des nachfolgend beschriebenen Baukulturobjektes zusätzliche Relevanz für uns erhalten. Ohnehin ist die Entwicklung der Dinge im Bereich dieses Areals aus Wilhelmshavens Gründertagen brisant und traurig genug:

Die ehemalige Südzentrale Wilhelmshaven

Aufnahmen Südzentrale vor 1957...

Diese Seiten sind auch über www.südzentrale.de zu erreichen.

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Kurzfilm Südzentrale Wilhelmshaven 2011

Copyright: Hartmut Klose / Wilhelmshaven

 

In Wilhelmshavens Gründerzeit erbaut

Beide Kriege überstanden

Akut vom Abriss bedroht!

 

Die große Halle im Jahre 2006...

Die große Halle im Jahre 2011...

 

Die Südzentrale, geplant von Fritz Rieckert 1908, entstand ab 1909 auf einem Gelände, welches sich direkt an der Kaiser-Wilhelm-Brücke befindet. Der erste Bauabschnitt war 1911 vollendet. Dieses Kraftwerk beinhaltete eine Maschinenhalle, ein Kesselhaus, einen Bürotrakt, ein Schaltgebäude, einen Verschiebebahnhof, einen großen Schornstein und einen Kohlebunker. Da am Anfang des 20. Jahrhunderts durch Beginn der Industrialisierung auf Wilhelmshavens Werft der Stromverbrauch ständig wuchs, plante man als Folge daraus ein Kraftwerk. Deutschlands erstes Kohlekraftwerk, die so genannte Nordzentrale, reichte bereits bei Bauende für die Stromversorgung nicht aus.

Das Gelände an der Kaiser-Wilhelm-Brücke nutzte man sodann für den Bau der Südzentrale. Hier gab es einen Eisenbahnanschluss, der die direkte Kohleversorgung sicherte. Ebenfalls konnte hier durch das nahe Ufer die Kühlwasserversorgung gesichert werden. Trotz aller Zweckmäßigkeit achtete Rieckert auf eine stilvolle Gestaltung seines Kraftwerkes. Die Maschinenhalle erhielt einen Giebel mit fünf Fensterreihen in Art des Jugendstils. Die vielen Fenster erhielten als erste Farbgebung einen hellblauen Anstrich, so dass der graue Bau im Ganzen an Fabrikanmutung verlor. Die Südzentrale passte sich in ihrem Äußeren in das damalige Stadtbild bestens ein und verschönerte das Panorama der Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Der Bau des Kraftwerkes war von Anfang an für Expansion geplant. So wurde die Südzentrale bis in die 1920er Jahre hinein zweimal rückseitig erweitert. Mit der Leistung von über 11000 KW war es das größte Kraftwerk seiner Zeit. Umbauten im Bereich der Frontfassade gab es bis zum heutigen Tag nicht. Nur der große Schornstein wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen. Allerdings befand sich ein Kesselhausanbau zeitweilig direkt hinter dem eigentlichen Kesselhaus. Dieser wurde aber 1971 wieder entfernt. Nach der Stillegung des Kraftwerkes 1994 begann der stetige Verfall dieses einmaligen Reliktes.

Der Bund verkaufte die Südzentrale gleich nach der Entfernung der Maschinen an private Investoren, welche es bis heute mindestens viermal als Spekulationsobjekt weiterveräußerten. Mit dem Auszug der letzten Mieter der Betriebswohnung 1998, wurde das Gebäude seinem schmachhaften Schicksal zwangsläufig ausgesetzt. Eine unzureichende Sicherung des Grundstückes ist für den heutigen Zustand verantwortlich. Unmengen an Spraydosen wurden hier "vergraffitiert". Täglich ereignen sich erneut Schäden durch Vandalismus, Partygelage, durch Witterung, usw.. Von 1999 bis heute hat es im Gebäude fünfmal gebrannt. Sämtliche Möbel wurden vernichtet, fast alle Fenster wurden eingeschlagen. Bis heute konnte keine neue Verwendung gefunden werden, obwohl es genügend Ideen dafür gab. Intensiv beschäftigte sich Ende der 1990er Jahre das Marinemuseum Wilhelmshaven mit dem Umbau des Gebäudes. Das Vorhaben konnte aber durch die hohe finanzielle Belastung nicht umgesetzt werden.

Im Jahr 2004 erfolgte ausgerechnet am denkwürdigen 11. September der willkürliche Abriss einiger kleinerer Nebengebäude. Sicherheitsgründe sollen der Auslöser gewesen sein. Zudem ist in diesen Tagen der Zugang zum Gelände provisorisch gesperrt worden.

In der folgenden Zeit trat eine "Ruhephase" ein, immer wieder wurden Vorschläge für eine Sanierung der Südzentrale gemacht. Ohne Erfolg.

Am 24. Februar 2011 war in der Wilhelmshavener Zeitung dann zu lesen, dass der Abriss der Südzentrale wohl beschlossene Sache ist. Das umliegende Baumwerk wurde bereits gefällt, um das Nisten von Vögeln zu unterbinden, und um so in dieser Hinsicht dem Abriss freie Bahn zu geben. Die Tage der Südzentrale und des kleinen Rundbunkers auf dem Gelände scheinen gezählt...

 

- Zusammen mit der Kaiser-Wilhelm-Brücke bildet die Südzentrale ein einmaliges Bild für die Industriegestaltung vom Anfang des 20. Jahrhunderts in regionaler und überregionaler Hinsicht !

- In Deutschland ist kein einziges Vergleichsgebäude zu diesem Kulturobjekt anzufinden !

- Da der Aufbau der Kaiserlichen Werft den Aufbau der Stadt Wilhelmshaven begründet hat, ist die Südzentrale ein direkter Zeitzeuge der Stadtgründerzeit !

- Das Gebäude der Südzentrale ist bis heute in vollem Maße sanierungsfähig geblieben !

 

Wie lange noch?

 

 

Wir treten gegen den Abriss,

für eine umgehende Sanierung,

sowie eine mögliche Weiternutzung dieses Reliktes ein.

Insbesondere soll aus Schutzgründen historischer Bauten der kleine Rundbunker am Nordrand des Geländes erhalten bleiben.

 

 

Umfrage:

Erhalt der Südzentrale
Auf jeden Fall !
Nicht unbedingt
Ein Abriss lässt sich wohl nicht vermeiden...
Weg damit !
Was der Krieg verschonte, wird heute willkürlich geplättet !
Ich weiss nicht...
Auswertung

- Die Umfrage läuft auf unbestimmte Zeit.

--------Aktuelles--------

24.02.11: Der Abriss der Südzentrale zusammen mit dem Rundbunker ist für 2011 geplant. Hier und Hier

15.04.11: Ein Artikel über die Südzentrale in der Neuen Zürcher Zeitung. Hier und Hier

23.04.11: Passionspunkte 2011 - Im Rahmen der diesjährigen Passionspunkte fand die siebte Veranstaltung am Karsamstag, 23.04.11, von 18h bis 18.30h direkt vor der Südzentrale auf dem dortigen Spielplatz statt. Die Geschichte und das Schicksal des Bauwerkes waren zentrales Thema. Bei WZonline Hier

18.06.11: Im Deutschen Marinemuseum Wilhelmshaven, Südstrand 125, fand ein Symposium zur Südzentrale statt. Bundesweit renommierte Fachleute aus Architektur und Denkmalpflege haben über die Bedeutung der Südzentrale diskutiert. Der Beginn des Symposiums war um 11 Uhr. Alle Interessierten und Fürsprecher der Südzentrale waren eingeladen, dort zu erscheinen, um mit ihrer Anwesenheit für die Südzentrale zu sprechen und um Informationen über die aktuelle Situation zu beziehen.

20.06.11: Auf dem mit rund 150 Personen gut besuchten Symposium zur Südzentrale am 18.06.11 wurde unter anderem die Gründung eines Vereins zum Erhalt der Südzentrale beschlossen. Die Einzelheiten werden am Mittwoch, 22.06.11 um 18 Uhr im Fährhaus am Banter See besprochen. Jeder Interessierte sollte dort erscheinen. Artikel zum Symposium bei WZonline und NWZonline: Hier und Hier

22.06.11: Artikel zur aktuellen Situation um die Südzentrale / Symposium und Verein / bei Friesenblog und NWZonline: Hier und Hier

23.06.11: Artikel zur Südzentrale / "Südzentrale 2014" bei Buerger-WHV.de: Hier

01.07.11: Die Südzentrale im Gegenwind 259 / Juli 2011: Hier

22.07.11: Verein zum Erhalt der Südzentrale gegründet / Bericht bei Buerger-WHV.de: Hier Bericht auf WZonline: Hier

06.09.11: "Südzentrale - Chance für Neuanfang" - Ein weiterer Schritt zum Erhalt der Südzentrale durch Gespräche mit Eigentümern getan / Bericht auf WZonline: Hier

14.09.11: Verein zum Erhalt der Südzentrale e.V. am Freitag, 16. September 2011 ab 17 Uhr im Marinemuseum Wilhelmshaven / "Eine Spurensuche in Niedersachsen": Hier und Hier

07.10.11: Einreichung der Unterschriften zum Erhalt der Südzentrale beim derzeitigen Eigentümer.

12.10.11: Da sich die Situation um die Südzentrale momentan glücklicherweise entspannt hat, setzen wir die Aktualisierungen auf unseren Seiten auf unbestimmte Zeit aus. Wir verweisen bezüglich der Thematik auf die Internetseiten www.suedzentrale.de / www.suedzentrale.com. Sollten zukünftig wichtige Geschehnisse rund um die Südzentrale eintreten, wird auf unseren Seiten hier natürlich berichtet werden.

--------Aktuelles--------

 

Wir berichten über die Südzentrale bezüglich jeden wichtigen Ereignisses weiterhin zeitnah auf diesen Seiten:

- Südzentrale Wilhelmshaven: 1911 bis ? -

Aktualisiert am 06.09.11

Film:

- Kurzfilm für den Erhalt der Südzentrale Wilhelmshaven -

 

Noch ist alles möglich. So oder ähnlich könnte die Südzentrale nach einer Sanierung aussehen.

2014: Im schönsten Sonnenwetter präsentiert sich das Wilhelmshavener Kulturzentrum Südzentrale. Rechts ein Supermarkt, in der Mitte das eigentliche Zentrum, davor ein mobiler Eisstand, links ein Tanzlokal. Darüber im Dachgiebel ein gewolltes Stück alter Verfall mit den Namen der Retter auf einem Schild. Links oben das ist nicht die Sonne, sondern ein zufälliger Blendenfleck in der Kamera des Fotografen im Jahre 2014. Anscheinend hat die Kamera vor soviel Ausstrahlung dieses Gebäudes ihren Teil dazu beigetragen mit diesem strahlenden Fleck im Himmel...

 

! Seit mehreren Jahren existiert bereits eine Initiative zum Erhalt der Südzentrale: www.suedzentrale.de / www.suedzentrale.com

! Die Südzentrale von innen bei www.wilhelmshaven-panorama.de

! Diskussion zur Südzentrale auf www.strandgut-whv.de

! Die Südzentrale bei www.taz.de

! Die Südzentrale bei Facebook

! Die Südzentrale im Politikforum

! Die Südzentrale bei You Tube Hier / Hier / Hier / Hier und Hier

 

Leserbrief vom 10.03.11:

 

Alle Geschichtsinteressierten sollten sich zusammentun...

...GEGEN einen Abriss der Südzentrale!

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Hier

 

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Impressionen der Südzentrale:

- Zum Betrachten DSL-Verbindung notwendig -

Vielen Dank an Herrn Peter Raddatz für die Unterstützung und Bereitstellung von Bildmaterial für diese Rubrik!

 

- Die Maschinenhallen und Nebenräume

 

- Die Halbkeller und Keller

 

- Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude / Bürotrakt

 

- Außen

 

Neu:

 

- Impressionen aus dem Inneren vom 11. Mai 2011

 

- Der Luftschutzraum

 

- Impressionen aus dem Inneren vom 15. Mai 2011

 

- Der nördliche Kellerbereich / Tonnengewölbekeller

 

- Schöne Südzentrale

 

Mit Südzentrale...

Ohne Südzentrale - Das historische Ensemble ist zerstört...

Dieser Ausblick ist einmalig. Wie lange noch?

 

Diese Seite ist Bestandteil der Präsenz

www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de