Sechs Bunker in Aurich Neu-Sandhorst

Vielen Dank an Herrn Heiko Rose für die Bereitstellung von Bildmaterial für diese Seite!
Die folgenden massiven LS-Bunker befinden sich in der Auricher Siedlung Neu-Sandhorst.








2005
Ein rechteckiger, wohl bombensicherer Bunker (Kleinbunker) mit vier Eingängen (fast alle komplett zugemauert)...
Neuaufnahmen:







Blick auf zwei der drei Rundbunker vom Kleinbunker aus:



















Erkennbar ein heller Kreis, war hier ein ROTES KREUZ (wie am westlichen Rundbunker) angemalt?


2012


2005
Rundbunker 1 WEST mit Splitterschutzvorbau / wohl bombensicher (beide Zugänge in den Splitterschutzvorbau sind zugemauert)...
Neuaufnahmen:








Beachtenswert die LS-Pfeile und Wegweiser zum Eingang in heller Farbe und das ROTE KREUZ. Hier war der LS-Raum des Lazaretts / Waldkrankenhauses. Auch an allen anderen Bunkern des Komplexes sind diese Pfeile und Wegweiser noch zu erkennen.








2012




2005
Rundbunker 2 MITTE mit Splitterschutzvorbau / wohl bombensicher (ein Zugang in den Splitterschutzvorbau ist zugemauert)...
Neuaufnahmen:









Der herausgehebelte Notausstiegsbetonblock...





...SANDHORST

LS-Pfeil zum Eingang wie an den anderen Bunkern ebenfalls angemalt...



Altes Wagenfahrwerk nördlich Bunker 2 / Mitte...


Der Bunker von innen. Er wurde nach dem Krieg als Lager für Chemikalien (und Farben) genutzt. Heute ist er vermüllt und in verwahrlostem Zustand...


Gasschleusenbereich


Innenraum
Abschmier... K...eim
...golin M...ren-Öl




1a Buntcarbol
mittelbraun


noch einmal 1a Buntcarbol
mittelbraun


Metalle und Peti...
Rostlöseöl
Rostolan

(Ra...) (Pfeil nach unten links)
Kitt...



Notausstieg von innen...




2012


2005
Rundbunker 3 OST mit Splitterschutzvorbau / wohl bombensicher (beide Zugänge in den Splitterschutzvorbau sind zugemauert)...
Neuaufnahmen:









2012

2005
Auf dem Gelände befindet sich zusätzlich ein "Zeltartiges Etwas". Was ist das? Doch wohl nicht noch ein Bunker? Über das Objekt scheint eine Art Plane gestülpt zu sein. Von weitem gesehen besteht durchaus gewisse Ähnlichkeit mit einem (kleinen?) LS-Turm der Bauart Winkel mit Splitterschutzvorbau (links).
Nachtrag 24.10.07: Es handelt sich tatsächlich "nur" um ein "Zelt", genauer um eine Pfadfinderzeltplane.
Nachtrag 26.01.12: Die Zeltplane wurde mittlerweile entfernt.
Sind eventuell Rundbunker 1 und 3 komplett zugemauert?
Nachtrag 26.01.12: Rundbunker 1 und 3 sind komplett zugemauert.
In Nähe zum Bunkerkomplex befand sich ein Teilstück des zum Kriegsende ausgehobenen "Friesenwalls", eines großen Schützengrabensystems zur Abwehr der näher rückenden Feindtruppen und zum Schutz der Küstenlinie. Hatte dieser Wall etwas mit den Bunkern zu tun? Jedoch müssten die Bunker eigentlich schon viel eher im Krieg gebaut worden sein. Oder befand sich in der Nähe vielleicht eine Flakstellung? Nach Berichten hat sich im Krieg in der Nähe der Bunker ein "Krankenhaus" (Militärlazarett?) befunden. Das "Krankenhaus" wurde hier in Aurich Neu-Sandhorst als Ausweichkrankenhaus für Emden errichtet. Hatten die Bunker dann damit etwas zu tun? Nicht weit südwestlich befindet sich zudem ein Kasernengelände, das schon im Krieg bestanden hat...
Nachtrag 01.10.10: Durch einen Hinweis von Ingo Danielzik konnte heute herausgefunden werden, dass ein weiterer Rundbunker der Bauart wie die drei oberen und auch der Kleinbunker nochmals existiert. Die beiden Objekte stehen unweit südlich inmitten einer Grünfläche mit Spielplatz an der Robert-Koch-Straße. Also insgesamt sechs LS-Bauten auf engem Raum. Was hat es mit diesen Objekten auf sich? Das Rätsel ist noch nicht gelöst...
Nachtrag 04.10.10: Die Bunker werden definitiv im Zusammenhang mit dem in den 1970er Jahren entfernten militärischen (wohl Kriegsmarine) Waldkrankenhaus Neu-Sandhorst stehen (oben im Text bereits angedeutet), welches sich im Bereich der neuerlichen Siedlung befand. Aber auch eine Verbindung mit den Bauarbeiten am "Friesenwall" kommt weiterhin in Betracht. Für den Bau des Walls wurden u.a. KZ-Häftlinge aus Engerhafe mit der Bahn hierher beordert. Der alte Bahnhof lag unweit nördlich des Bereiches Sandhorst. Auch könnten zumindest die beiden eckigen Bunker für Materiallagerzwecke mitgenutzt worden sein.
Vielen Dank wieder an Herrn Heiko Rose für die Bereitstellung von Bildmaterial der beiden weiteren Bunker!
Bilder der beiden weiteren Bunker:



2010
Erkennbar hier der versiegelte Notausstieg.
Neuaufnahmen:









Der Brandwachenstand im Splitterschutzvorbau (drei Sichtscharten) mit Blickrichtung Nordwest zum ehemaligen Waldkrankenhausgebäudebereich...






2012
Vierter Rundbunker mit Splitterschutzvorbau / wohl bombensicher (zugemauert). Bunker steht an der Robert-Koch-Straße / bauartgleich zu den anderen drei Rundbunkern.




2010
Neuaufnahmen:















2012
Zweiter rechteckiger, wohl bombensicherer Bunker (Kleinbunker) mit vier Eingängen (verschlossen und zugemauert, Fledermausquartier). Bunker steht an der Robert-Koch-Straße / bauartgleich zum anderen Kleinbunker.
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