Auch über www.bunker-bremerhaven.de zu erreichen.

Bunker in Bremerhaven

Vielen Dank an Herrn Peter Raddatz und Herrn Olav Ostermann für die Unterstützung und Bereitstellung von Bildmaterial für diese Rubrik!

 

In Bremerhaven (ehemals Wesermünde) wurden im Verhältnis zum nur circa 25 km (Luftlinie) entfernten Wilhelmshaven relativ wenig bombensichere LS-Bunker angelegt. Einige Tiefbunker und etwa 30 Hochbunker wurden erbaut. Darin inbegriffen waren einzelne Bunkeranlagen der Kriegsmarine. Die alten Weserforts Langluitjen I und II wie auch die Forts Brinkamahof I und II am Ostufer der Weser schützten mit ihren schweren Flakbatterien die Stadt. Mehrere weitere schwere Flakbatterien entstanden in Bremerhaven selbst. Auch hier wurde wie in anderen Städten zusätzlich eine Vielzahl an betonierten Deckungsgräben, privaten Erdbunkern und Splitterschutzzellen angelegt beziehungsweise aufgebaut. In Bremerhaven sind in der Nachkriegszeit im Gegensatz zum nahen Bremen viele der LS-Anlagen beseitigt worden. Dem interessierten Besucher zeigen sich jedoch noch heute im Innenstadtbereich unter anderem die beiden großen Truppenmannschaftsbunker auf dem Gelände der Marineschule an der Elbestraße.

 

 

Mindestens folgende bombensicheren LS-Anlagen wurden in Bremerhaven bis zum Kriegsende errichtet / begonnen und lediglich geplant:

Bezeichnung (HB=Hochbunker / TB=Tiefbunker):
Stockwerke:
Fassungsvermögen (Personen):
Status:

1. Allersstraße HB

Selbstschutz

1
99
entfernt

2. Allmersstraße HB

Reichsbahn

5
385
bald nach dem Krieg gesprengt und entfernt, Anwohnergebäude Allmersstraße 5/7 wurde bei Sprengung zerstört

3. Am Kaiserhafen HB

Kriegsmarine

?
100
wohl entfernt

4. Am Klushof HB

Selbstschutz

2
174
gesprengt und entfernt

5. Am Leher Markt / Altmarkt Lehe TB

Selbstschutz

1
466
vorhanden

6. Am Leher Tor HB

Kriegsmarine

2
?
vorhanden

7. Artilleriestraße HB T 750

Kriegsmarine

3
750
vorhanden / bald nach dem Krieg von innen gesprengt

8. Auf den Appels HB

Selbstschutz

1 1/2
189
vorhanden / vormals Zivilschutz

9. Bahnhof Lehe / Bürgermeister-Kirschbaum-Platz TB

Reichsbahn

1
236
vorhanden

10. Bahnhof Wesermünde / Hartwigstraße HB

Reichsbahn

3
500
vorhanden / vormals Zivilschutz

11. Bahnhof Wesermünde / Vorplatz TB

Reichsbahn

1
?
nach 1990 entfernt / bzw. verfüllt

12. Bergstraße / Talstraße HB

Selbstschutz

2
174
bald nach dem Krieg entfestigt und später entfernt

13. Bismarckstraße HB

Selbstschutz

2
132
gesprengt und entfernt

14. Columbusbahnhof I HB

Kriegsmarine

?
100
wohl entfernt

15. Columbusbahnhof II HB

Kriegsmarine

?
50
wohl entfernt

16. Deichstraße HB

Selbstschutz ?

Ist eventuell unvollendeter Hochbunker Torfplatz gemeint ?

?
?
?

17. Dietrich-Eckart-Straße / Schule Surheide I TB

Selbstschutz

1
891 (zusammen)
vorhanden

18. Dietrich-Eckart-Straße / Schule Surheide II TB / in Verbund mit I

Selbstschutz

1
891 (zusammen)
vorhanden

19. Emslandstraße / Kommandobunker HB / TB

Kriegsmarine

1
?
vorhanden / größtenteils überbaut

20. Fehrmoorweg HB / nur in Planung gewesen

Selbstschutz

?
-
-

21. Fischereihafen I HB

Kriegsmarine

?
150
wohl entfernt

22. Fischereihafen II HB

Kriegsmarine

?
100
wohl entfernt

? Fischereihafen III HB ?

Kriegsmarine ?

?
?
Gebäude vorhanden

23. Heidacker HB

Selbstschutz

2
138
gesprengt und entfernt bis auf Fundamentplatte

24. Hindenburgplatz (heute Martin-Donandt-Platz) HB / nicht fertig gestellt / nur Baugrube ausgehoben und in Kriegsendphase als Feuerlöschteich genutzt

Selbstschutz

8
2000
entfernt

25. Im Gleisdreieck HB

Selbstschutz

2
74 (?)
entfernt

26. Isländer Platz HB (mit Spitzkuppel)

Selbstschutz

7
400 (?)
entfernt

27. Jacobistraße HB / Werftbunker 1400 / nicht fertig gestellt / nur Erdgeschoss vollendet

Kriegsmarine (Werkluftschutz)

4
1400
vorhanden / Ruine

28. Krüselstraße HB / nur in Planung gewesen

Selbstschutz

?
-
-

29. Langener Landstraße HB

Selbstschutz

2
174
entfernt

30. Marinelazarett Twischlehe HB

Kriegsmarine

?
1600
entfernt

31. Marineschule HB T 750

Kriegsmarine

3
750
vorhanden

32. Marineschule HB T 1100

Kriegsmarine

4
1100
vorhanden

33. Neuer Hafen HB

Kriegsmarine

?
100
wohl entfernt

34. Oststraße / Fischereihafen HB T 750

Kriegsmarine

3
750
bald nach dem Krieg gesprengt und entfernt bis auf Fundamentplatte

? Stresemannstraße HB

Was hat es mit diesem Bunker auf sich ?

wohl Kriegsmarine

Nachtrag 28.10.11: Höchstwahrscheinlich kein Bunker / lediglich betoniertes Gebäude in Massivbauweise

2
?
vorhanden / umbaut

35. Torfplatz HB / nicht fertig gestellt / nur Erdgeschoss vollendet

Selbstschutz

6
1700
entfernt bis auf Fundamentplatte

Wichtig

? Unbekannter Standort HB

Gab es diesen Bunker und wo stand er ?

Bild zeigt Montage aus eigenen Erinnerungen

Weiteres dazu hier

Selbstschutz ?

Eventuell Lagerhaus im Abriss ?

Wichtig

5 (?)

?

?

36. Unbekannter Standort HB T 750

Kriegsmarine

3
750
?

37. Veerenstraße HB

Selbstschutz

2
174
vorhanden / umbaut und umgenutzt

38. Wurster Straße HB

Selbstschutz

3
203
vorhanden

39. Fort Brinkamahof I HB / schwere Flak

Kriegsmarine

1 ? entfernt

40. Fort Brinkamahof II HB / schwere Flak

Kriegsmarine

1 ? entfernt

Tabelle auf Extraseite hier

Nachfolgend einige Aufnahmen vorhandener und bereits entfernter LS-Anlagen aller Bauformen in Bremerhaven / splitter- und trümmersicher bis bombensicher / wird fortgesetzt :

Marine-Hochbunker Am Leher Tor Erhalten

 

Hochbunker Auf den Appels Erhalten

 

Umbauter Hochbunker Veerenstraße Erhalten

 

Flakleitturm Bremerhaven-Spaden Erhalten (?) - Nach Hinweisen soll das Bauwerk im Herbst 2011 abgerissen worden sein -

 

Copyright: O. Ostermann

Verbunkertes Gebäude Fritz-Reuter-Straße Erhalten

Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?

 

Verbunkertes Gebäude nahe des Wasserwerkes in Leherheide Erhalten

Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?

 

Copyright: O. Ostermann

Verbunkertes Gebäude Am Twischkamp 54 Erhalten

Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?

 

Copyright: O. Ostermann

Verbunkertes Gebäude Jahnstraße Erhalten

Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?

 

Ein weiteres Gebäude dieser Art befindet sich am Steinacker Ecke Bohnenbreden. Handelt es sich bei diesen Objekten um eine Bremerhavener Bauserie von Klein-Hochbunkern?

 

Fünf-Mann-Beobachtungsstand Fischereihafen Entfernt

 

Betonierter Röhrendeckungsgraben Uhlandschule Entfernt

 

Copyright: O. Ostermann

Freigelegtes Fundament nicht fertig gestellter Hochbunker Torfplatz Entfernt

Auf das Fundament wurde nach dem Krieg das Gebäude der Stadtbibliothek gebaut. Im Sommer 2007 wurde das Gebäude mitsamt Bunkerfundament entfernt.

Das Fundament und eventuell teilweise fertig gestellte Erdgeschoss des Bunkers in den 1950er Jahren...

 

Copyright: O. Ostermann

Beseitigung eines Luftschutzraumes mitsamt weiterer Bebauung im Bereich Am Alten Vorhafen im Frühjahr 2011 Entfernt

Aufnahmen Juni 2011:

 

Copyright: O. Ostermann

Fundament entfernter Hochbunker Heidacker Erhalten

 

Copyright: O. Ostermann

Mutmaßlicher umgebauter Hochbunker am Fischereihafen Erhalten

Wer hat Informationen über dieses Objekt?

 

Hochbunker Langener Landstraße Entfernt

 

Marine-Flachbunker Emslandstraße Erhalten (heute größtenteils überbaut)

 

Copyright: B. Schumacher

Kleinbunker Auestraße Erhalten

 

Kleinbunker / eventuell Munitionsbunker Am Handelshafen / An der Neuen Schleuse Erhalten / überbaut mit Gebäude Wasserschutzpolizei

 

Copyright: O. Ostermann

Hochbunker Wurster Straße Erhalten (Abriss in Planung)

 

Copyright: O. Ostermann

Reichsbahn-Hochbunker Bahnhof / Hartwigstraße Erhalten

 

Copyright: O. Ostermann

Tiefbunker Am Leher Markt / Altmarkt Lehe Erhalten

 

Tiefbunker Bahnhof Lehe / Bürgermeister-Kirschbaum-Platz Erhalten

 

Die Truppenmannschaftsbunker in Bremerhaven:

Mutmaßliche Zerschellerplattenreste Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Oststraße Entfernt

Die Platten befinden sich jedoch im Südbereich der heutigen Oststraße, in dem im September 1944 auf Luftbildern kein T 750 erkennbar ist. Unklar ist, ob mit der Standortbezeichnung des Bunkers die heutige, obige Oststraße im Fischereihafen gemeint ist, oder die damalige Oststraße unweit nordöstlich des T 750 Artilleriestraße. Die Straße trägt heute den Namen Surfeldstraße. Dort befand sich damals ein Marinelazarett, ob es im Krieg auch noch als dieses genutzt wurde, oder eine andere Marineliegenschaft Einzug gehalten hatte, ist unklar. Also würde auch dieser Standort Sinn machen. Auch dort ist heute jedoch kein Bunker mehr vorhanden. Luftbilder vom September 1944 zeigen leider nur den Südteil der heutigen Oststraße im Fischereihafen. Dort ist kein T 750 erkennbar. Der Bunker könnte aber auch im nicht ersichtlichen Nordteil gestanden haben. Luftbilder vom September 1944 zeigen auch den Bereich der heutigen Surfeldstraße. Dort ist kein T 750 erkennbar. Da der Bunker im Rahmen der ersten Bauphase 1943 errichtet wurde, müsste er jedoch erkennbar sein. Dies spricht wiederum für den Standort im Fischereihafen und gegen die Surfeldstraße. Weiterhin spricht gegen die heutige Surfeldstraße, dass diese nach neuesten Informationen wohl nur bis 1925 den Namen Oststraße trug. Jedoch spricht das dortige ehemalige Marinelazarett wiederum dafür. Wer besitzt Infos?

Nachtrag 31.12.07: Das Rätsel ist endlich geklärt. Der Bunker befand sich im Bereich der heutigen Oststraße in Höhe der Nr. 33 bis 37.

Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Oststraße Entfernt

Nach dem Krieg wurde der T 750 gesprengt. Das Dach klappte in der Mitte zusammen. Eventuell könnte es sein, dass der Bunker über keine Deckenverstärkung verfügte, wohl aber über den hervorgesetzten Dachsimsbereich, wie die anderen Truppenmannschaftsbunker der Stadt. Auch könnten Zusatzaufbauten auf dem Dach vorhanden gewesen sein. Noch heute könnte die Zerschellerplatte erhalten sein. Eventuell wurde nach der Bunkerbeseitigung ein Gebäude direkt auf das Fundament gesetzt. Über die Ausrichtung des Bunkers bezüglich des Lüftungsturmes kann noch nichts gesagt werden. Die Splitterschutzvorbauten waren nördlich und südlich in Flucht zur Oststraße ausgerichtet.

Ehemaliger Standort des T 750 Oststraße

Nachtrag 20.06.08: Das Gebäude im Bereich des ehemaligen Bunkerstandortes ist mittlerweile abgerissen worden. Es war definitiv auf die Bodenplatte des ehemaligen Hauptbunkerkörpers gesetzt worden. Auch sind zusammen mit der Bodenplatte definitiv Teile der Zerschellerplatte noch immer vorhanden. Weiterhin standen bis in die 1980er Jahre drei runde Tanks auf der Fundamentplatte.

Aufnahme Juni 2011:

 

Die Marineschule an der Elbestraße in Bremerhaven

Aufnahmen Juni 2011:

Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Marineschule Elbestraße Erhalten

 

Aufnahmen Juni 2011:

Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 1100 Marineschule Elbestraße Erhalten

Luftbild des Bunkers vom 16.04.45

 

Aufnahmen Juni 2011:

Innen:

Copyright: B. Schumacher

Reste abgetragener (oder nicht fertig gestellter) Marine-Hochbunker Jacobistraße / nahe dem folgenden Objekt Erhalten (nur Erdgeschoss) / Ruine

Verdacht auf Truppenmannschaftsbunker (T 750 wahrscheinlich)!

Nachtrag 27.06.08: Der Bunker ist eine Truppenmannschaftsbunker-ähnliche Werkluftschutzvariante im nicht fertig gestellten Zustand. Die Innenräume sind identisch mit dem Erdgeschoss der Rostocker Werkluftschutzvariante!

Bremerhaven:

Rostock (gleicher Raum spiegelverkehrt im entgegengesetzten Bunkerinnenbereich):

Warum allerdings hier in einem Marinebereich ohne bekannte Werftbetriebe eine Werkluftschutzbunkerart durch die Kriegsmarine errichtet werden sollte, ist noch unklar. Alle anderen Bunker der Bauart lagen direkt in Werftbetrieben, beziehungsweise Werken, die durch die Kriegsmarine mit Produktion beauftragt waren.

Montagen...

 

Aufnahmen Oktober 2007:

Copyright: O. Ostermann

Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Artilleriestraße (der Bunker ist von innen gesprengt, Teile des Treppenhauses sind jedoch begehbar) Erhalten

Aufnahmen Dezember 2005:

Aufnahmen Dezember 2006:

Die Ebene 1-Luftschachtvertiefungen der Stirnseiten wurden nachträglich verkleinert...

Aufnahmen Juni 2011:

Weitere Informationen auf:

 

- Wir suchen dringend nach Fotos und Infos eines ehemaligen Hochbunkers in Bremerhaven, welcher zumindest wohl Anfang der 1980er Jahre im entfestigten Zustand noch erhalten war. Später wurde er dann entweder entfernt oder zum Wohnhaus umgebaut. Das damalige Bild glich ungefähr dem entfestigten Bunker Sedan in Wilhelmshaven. Vor dem Bunker war eine Art kleiner Platz. Der Bunker stand inmitten hoher städtischer Bebauung. Wer hat Infos zu diesem geheimnisvollen Objekt, welches anscheinend in keiner Liste verzeichnet ist / war?

Bunker Sedan Wilhelmshaven

Oben und unten: Montagen aus meinen Erinnerungen / Holger Raddatz

Nachtrag 11.10.07:

Wir sind der Lösung dieses Rätsels dank der Hilfe von Herrn Schumacher aus Bremerhaven eventuell näher gekommen. In Bremerhaven-Geestemünde stand im Bereich der Bergstraße und der Talstraße ein Hochbunker, welcher eventuell erst in den 1980er Jahren beseitigt wurde (andere glaubwürdige Quellen besagen, dass der Bunker bereits Jahrzehnte vorher gesprengt worden sei). Ein nahe wohnender ehemaliger Landwirt hatte in dem Bunker, der "schon aufgebrochen" war, im Erdgeschoss seine Lagermöglichkeiten. Der Bunker soll sehr breit und hoch gewesen sein, "größer als der Bunker auf der Geesteinsel..." (größer als der T 1100 Marineschule, d.Verf.). Später wurde der Bunker für neue Wohnbebauung abgebrochen. Noch heute sollen Fundamentreste erkennbar sein...

In diesem Bereich haben zwei Bunker gestanden. Erstens der geschilderte Bunker Bergstraße / Talstraße / zwei Geschosse (dies widerspricht wiederum der Aussage, dass er "sehr hoch" war) und der Bunker Allmersstraße / fünf Geschosse ("Foedrowitzliste"). War es der Bunker Allmersstraße (dieser soll jedoch laut einer anderen glaubwürdigen Quelle bereits in den 1950er Jahren beseitigt worden sein), welcher dann mit den fünf Geschossen dem Wilhelmshavener Pendant eventuell ähnlich war? Wer hat Fotos des Bunkers?

Ich habe im Alter von fünf bis sieben Jahren in Bremerhaven einen Hochbunker im entfestigten Zustand im Vorbeifahren mit dem elterlichen KFZ kurz gesehen. Verständlicherweise kenne ich seinen Standort nicht mehr. War das der Bunker, den ich sah?

Nachtrag 26.08.11:

Aufgrund von mittlerweile vorliegenden Quellen konnte nun nachgewiesen werden, dass der Bunker Allmersstraße als Verdacht ausscheidet, da er bereits 1946 von britischen Pionieren gesprengt wurde, wobei unmittelbar am Bunker vorhandene Nachbarbebauung stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Leserbrief zur Thematik vom 14.03.11:

Nachtrag 15.11.11:

So ähnlich könnte die Perspektive auch ausgesehen haben, mit Blick von einer kleinen Nebenstraße, die in eine große Hauptstraße mündete. An der Mündung soll sich eine Fischbratküche befunden haben...

Montage

Nachtrag 16.11.11:

Es ist durchaus möglich, dass das Objekt kein Hochbunker war, sondern ein betongraues, etwa fünfgeschossiges Lagerhaus oder ähnliches im Abrisszustand. Die Plakate wären dann vor dem Objekt an einem Holzzaun / Abrissbaustellenzaun zu sehen gewesen...

 

Weiterhin danken wir herzlichst Herrn Olav Ostermann, der uns seit langem tatkräftig bei der Lösungssuche bezüglich dieses Rätsels unterstützt.

Holger Raddatz

 

Wissen Sie etwas über den Bunker?

Hier Nachricht senden

Danke!

Beteiligen Sie sich zum Thema bitte auch Hier im Forum von seestadtschnack.de, damit endlich eine Lösung des Rätsels gefunden werden kann. Danke!

 

- Was war dies für ein Hochbunker? Der zweigeschossige Bunker, wohl ein Marinebauwerk (sehr wahrscheinlich nicht fertig gestellt), stand zwischen Melchior-Schwoon-Straße und Hinrich-Schmalfeldt-Straße an der Stresemannstraße nicht weit östlich des T 750 Artilleriestraße, wurde nach dem Krieg entfestigt und später komplett entfernt. Auf dem Bild sind eindeutig Ausblühungen im Beton erkennbar. Das Baudatum wird auf Mitte bis Ende 1944 geschätzt. Damit wären hier in diesem Gebiet geballt drei Bunkerobjekte vorhanden gewesen. Der Hochbunker taucht in keiner Liste auf. Wer hat Infos?

Nachtrag 18.08.08: Unser Leser Herr Borm sandte uns ein aktuelles Bild des Bunkerstandortes zu. Es kann sein, dass der Bunker noch immer existent ist.

Es ist möglich, dass die jeweils drei Fensteröffnungen (Entfestigungsöffnungen) pro Geschoss an der Ostseite (im Foto oben vorne) später auf fünf pro Stockwerk (mit einem Fenster pro Geschoss links und einem Fenster pro Geschoss rechts der jeweils drei schon vorhandenen Öffnungen) erweitert wurden. Danach wurde ein drittes Gebäudegeschoss mit Satteldach auf den Bunker gesetzt und alles mit Mauerwerk verblendet. Die unten abgebildete Montage mit den Ausmaßen des Bunkers passt genau in das Gebäude. Der Bunker müsste dort "enden", wo die alte Klinkerschicht in die neue Schicht übergeht.

Nachtrag 07.12.09: Unser Leser Herr Brinkmann sandte uns ein Bild aus den 1950er Jahren zu. Die Sichtschiene geht von Süden nach Norden auf der Stresemannstraße entlang. Auch der entfestigte, bereits mit Fenstern versehene Bunker ist abgebildet. Seltsamerweise müsste das Fenster unten rechts inmitten der massiven Bunkerecke eingebracht worden sein, was sehr ungewöhnlich ist und mit besonderem Aufwand verbunden gewesen sein muss. Es stellen sich die Fragen: War das ein Bunker? Ist die Grundstruktur des Bauwerkes noch vorhanden? Wenn das kein Bunker war, was dann?

Nachtrag 28.10.11: Höchstwahrscheinlich war das Gebäude kein Bunker, sondern lediglich ein betoniertes Gebäude in Massivbauweise. Das Gebäude wurde wohl im Krieg nicht mehr vollendet. Es hätte sehr wahrscheinlich ein Giebeldach wie die angrenzende Baustruktur erhalten sollen. Die Wandstärken des Bauwerkes werden lediglich bei etwa 50 Zentimetern liegen. Jedoch besaßen alle Gebäude in diesem Bereich LS-Keller, deren Druckschutzklappen usw. heute noch teilweise vorhanden sind.

 

Kurzfilm über die Truppenmannschaftsbunker der Stadt bei www.truppenmannschaftsbunker.de

Kurzfilm über die Truppenmannschaftsbunker der Stadt bei You Tube

 

 

- Besitzen Sie Fotos weiterer Bremerhavener Luftschutzanlagen (Hochbunker, Tiefbunker, Deckungsgräben, Splitterschutzzellen usw.)?

Wir freuen uns über Fotos jeder weiteren ehemaligen LS-Anlage, die hier im Sinne der Geschichtsaufbereitung veröffentlicht werden können. Danke.

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Stand: 12 / 11

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