Auch über www.bunker-bremerhaven.de zu erreichen.
Bunker in Bremerhaven
Vielen Dank an Herrn Peter Raddatz und Herrn Olav Ostermann für die Unterstützung und Bereitstellung von Bildmaterial für diese Rubrik!
|
Mindestens folgende bombensicheren LS-Anlagen wurden in Bremerhaven bis zum Kriegsende errichtet / begonnen und lediglich geplant:
| Bezeichnung
(HB=Hochbunker / TB=Tiefbunker): |
Stockwerke: |
Fassungsvermögen
(Personen): |
Status: |
| 1. Allersstraße HB Selbstschutz |
1 |
99 |
entfernt |
| 2. Allmersstraße HB Reichsbahn |
5 |
385 |
bald nach
dem Krieg gesprengt
und entfernt, Anwohnergebäude Allmersstraße 5/7 wurde bei
Sprengung zerstört |
| 3. Am Kaiserhafen HB Kriegsmarine |
? |
100 |
wohl
entfernt |
| 4. Am Klushof HB Selbstschutz |
2 |
174 |
gesprengt
und entfernt |
| 5. Am Leher Markt / Altmarkt Lehe TB Selbstschutz |
1 |
466 |
vorhanden |
| 6. Am Leher Tor HB Kriegsmarine |
2 |
? |
vorhanden |
| 7. Artilleriestraße HB T 750 Kriegsmarine |
3 |
750 |
vorhanden
/ bald nach dem Krieg von innen gesprengt |
| 8. Auf den Appels HB Selbstschutz |
1 1/2 |
189 |
vorhanden
/ vormals Zivilschutz |
| 9. Bahnhof Lehe / Bürgermeister-Kirschbaum-Platz TB Reichsbahn |
1 |
236 |
vorhanden |
| 10. Bahnhof Wesermünde / Hartwigstraße HB Reichsbahn |
3 |
500 |
vorhanden
/ vormals Zivilschutz |
| 11. Bahnhof Wesermünde / Vorplatz TB Reichsbahn |
1 |
? |
nach
1990 entfernt / bzw. verfüllt |
12. Bergstraße / Talstraße HB Selbstschutz |
2 |
174 |
bald nach
dem Krieg entfestigt und später entfernt |
13. Bismarckstraße HB Selbstschutz |
2 |
132 |
gesprengt
und entfernt |
| 14. Columbusbahnhof I HB Kriegsmarine |
? |
100 |
wohl
entfernt |
| 15. Columbusbahnhof II HB Kriegsmarine |
? |
50 |
wohl
entfernt |
| 16. Deichstraße HB Selbstschutz ? Ist eventuell unvollendeter Hochbunker Torfplatz gemeint ? |
? |
? |
? |
| 17. Dietrich-Eckart-Straße / Schule Surheide I TB Selbstschutz |
1 |
891 (zusammen) |
vorhanden |
| 18. Dietrich-Eckart-Straße / Schule Surheide II TB / in Verbund mit I Selbstschutz |
1 |
891 (zusammen) |
vorhanden |
| 19. Emslandstraße / Kommandobunker HB / TB Kriegsmarine |
1 |
? |
vorhanden
/ größtenteils überbaut |
| 20. Fehrmoorweg HB / nur in Planung gewesen Selbstschutz |
? |
- |
- |
| 21. Fischereihafen I HB Kriegsmarine |
? |
150 |
wohl
entfernt |
| 22. Fischereihafen II HB Kriegsmarine |
? |
100 |
wohl
entfernt |
| ? Fischereihafen III HB ?
Kriegsmarine ? |
? |
? |
Gebäude
vorhanden |
| 23. Heidacker HB Selbstschutz |
2 |
138 |
gesprengt
und entfernt bis auf Fundamentplatte |
| 24. Hindenburgplatz (heute Martin-Donandt-Platz) HB / nicht fertig gestellt / nur Baugrube ausgehoben und in Kriegsendphase als Feuerlöschteich genutzt Selbstschutz |
8 |
2000 |
entfernt |
25. Im Gleisdreieck HB Selbstschutz |
2 |
74 (?) |
entfernt |
26. Isländer Platz HB (mit Spitzkuppel) Selbstschutz |
7 |
400 (?) |
entfernt |
| 27. Jacobistraße HB / Werftbunker 1400 / nicht fertig gestellt / nur Erdgeschoss vollendet Kriegsmarine (Werkluftschutz) |
4 |
1400 |
vorhanden
/ Ruine |
| 28. Krüselstraße HB / nur in Planung gewesen Selbstschutz |
? |
- |
- |
29. Langener Landstraße HB Selbstschutz |
2 |
174 |
entfernt |
| 30. Marinelazarett Twischlehe HB Kriegsmarine |
? |
1600 |
entfernt |
| 31. Marineschule HB T 750 Kriegsmarine |
3 |
750 |
vorhanden |
| 32. Marineschule HB T 1100 Kriegsmarine |
4 |
1100 |
vorhanden |
| 33. Neuer Hafen HB Kriegsmarine |
? |
100 |
wohl entfernt |
| 34. Oststraße / Fischereihafen HB T 750 Kriegsmarine |
3 |
750 |
bald nach
dem Krieg gesprengt und entfernt bis auf Fundamentplatte |
| ? Stresemannstraße HB Was hat es mit diesem Bunker auf sich ?
wohl Kriegsmarine Nachtrag 28.10.11: Höchstwahrscheinlich kein Bunker / lediglich betoniertes Gebäude in Massivbauweise |
2 |
? |
vorhanden
/ umbaut |
| 35. Torfplatz HB / nicht fertig gestellt / nur Erdgeschoss vollendet Selbstschutz |
6 |
1700 |
entfernt
bis auf Fundamentplatte |
| Wichtig ? Unbekannter Standort HB Gab es diesen Bunker und wo stand er ?
Bild zeigt Montage aus eigenen Erinnerungen Selbstschutz ? Eventuell Lagerhaus im Abriss ? Wichtig |
5 (?) |
? |
? |
| 36. Unbekannter Standort HB T 750 Kriegsmarine |
3 |
750 |
? |
37. Veerenstraße HB Selbstschutz |
2 |
174 |
vorhanden
/ umbaut und umgenutzt |
38. Wurster Straße HB Selbstschutz |
3 |
203 |
vorhanden |
| 39. Fort Brinkamahof I HB / schwere Flak Kriegsmarine |
1 | ? | entfernt |
| 40. Fort Brinkamahof II HB / schwere Flak Kriegsmarine |
1 | ? | entfernt |
Nachfolgend einige Aufnahmen vorhandener und bereits entfernter LS-Anlagen aller Bauformen in Bremerhaven / splitter- und trümmersicher bis bombensicher / wird fortgesetzt :

Marine-Hochbunker Am Leher Tor Erhalten







Hochbunker Auf den Appels Erhalten




Umbauter Hochbunker Veerenstraße Erhalten






Flakleitturm Bremerhaven-Spaden Erhalten (?) - Nach Hinweisen soll das Bauwerk im Herbst 2011 abgerissen worden sein -

Copyright: O. Ostermann
Verbunkertes Gebäude Fritz-Reuter-Straße Erhalten
Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?

Verbunkertes Gebäude nahe des Wasserwerkes in Leherheide Erhalten
Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?
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Copyright: O. Ostermann
Verbunkertes Gebäude Am Twischkamp 54 Erhalten
Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?




Copyright: O. Ostermann
Verbunkertes Gebäude Jahnstraße Erhalten
Wer hat Informationen über den Zweck dieses Objektes?
Ein weiteres Gebäude dieser Art befindet sich am Steinacker Ecke Bohnenbreden. Handelt es sich bei diesen Objekten um eine Bremerhavener Bauserie von Klein-Hochbunkern?

Fünf-Mann-Beobachtungsstand Fischereihafen Entfernt

Betonierter Röhrendeckungsgraben Uhlandschule Entfernt



Copyright: O. Ostermann
Freigelegtes Fundament nicht fertig gestellter Hochbunker Torfplatz Entfernt
Auf das Fundament wurde nach dem Krieg das Gebäude der Stadtbibliothek gebaut. Im Sommer 2007 wurde das Gebäude mitsamt Bunkerfundament entfernt.

Das Fundament und eventuell teilweise fertig gestellte Erdgeschoss des Bunkers in den 1950er Jahren...


Copyright: O. Ostermann
Beseitigung eines Luftschutzraumes mitsamt weiterer Bebauung im Bereich Am Alten Vorhafen im Frühjahr 2011 Entfernt
Aufnahmen Juni 2011:




Copyright: O. Ostermann
Fundament entfernter Hochbunker Heidacker Erhalten

Copyright: O. Ostermann
Mutmaßlicher umgebauter Hochbunker am Fischereihafen Erhalten
Wer hat Informationen über dieses Objekt?

Hochbunker Langener Landstraße Entfernt

Marine-Flachbunker Emslandstraße Erhalten (heute größtenteils überbaut)

Copyright: B. Schumacher
Kleinbunker Auestraße Erhalten

Kleinbunker / eventuell Munitionsbunker Am Handelshafen / An der Neuen Schleuse Erhalten / überbaut mit Gebäude Wasserschutzpolizei
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Copyright: O. Ostermann
Hochbunker Wurster Straße Erhalten (Abriss in Planung)

Copyright: O. Ostermann
Reichsbahn-Hochbunker Bahnhof / Hartwigstraße Erhalten
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Copyright: O. Ostermann
Tiefbunker Am Leher Markt / Altmarkt Lehe Erhalten











Tiefbunker Bahnhof Lehe / Bürgermeister-Kirschbaum-Platz Erhalten
Die Truppenmannschaftsbunker in Bremerhaven:

Mutmaßliche Zerschellerplattenreste Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Oststraße Entfernt
Die Platten befinden sich jedoch im Südbereich der heutigen Oststraße, in dem im September 1944 auf Luftbildern kein T 750 erkennbar ist. Unklar ist, ob mit der Standortbezeichnung des Bunkers die heutige, obige Oststraße im Fischereihafen gemeint ist, oder die damalige Oststraße unweit nordöstlich des T 750 Artilleriestraße. Die Straße trägt heute den Namen Surfeldstraße. Dort befand sich damals ein Marinelazarett, ob es im Krieg auch noch als dieses genutzt wurde, oder eine andere Marineliegenschaft Einzug gehalten hatte, ist unklar. Also würde auch dieser Standort Sinn machen. Auch dort ist heute jedoch kein Bunker mehr vorhanden. Luftbilder vom September 1944 zeigen leider nur den Südteil der heutigen Oststraße im Fischereihafen. Dort ist kein T 750 erkennbar. Der Bunker könnte aber auch im nicht ersichtlichen Nordteil gestanden haben. Luftbilder vom September 1944 zeigen auch den Bereich der heutigen Surfeldstraße. Dort ist kein T 750 erkennbar. Da der Bunker im Rahmen der ersten Bauphase 1943 errichtet wurde, müsste er jedoch erkennbar sein. Dies spricht wiederum für den Standort im Fischereihafen und gegen die Surfeldstraße. Weiterhin spricht gegen die heutige Surfeldstraße, dass diese nach neuesten Informationen wohl nur bis 1925 den Namen Oststraße trug. Jedoch spricht das dortige ehemalige Marinelazarett wiederum dafür. Wer besitzt Infos?
Nachtrag 31.12.07: Das Rätsel ist endlich geklärt. Der Bunker befand sich im Bereich der heutigen Oststraße in Höhe der Nr. 33 bis 37.



Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Oststraße Entfernt
Nach dem Krieg wurde der T 750 gesprengt. Das Dach klappte in der Mitte zusammen. Eventuell könnte es sein, dass der Bunker über keine Deckenverstärkung verfügte, wohl aber über den hervorgesetzten Dachsimsbereich, wie die anderen Truppenmannschaftsbunker der Stadt. Auch könnten Zusatzaufbauten auf dem Dach vorhanden gewesen sein. Noch heute könnte die Zerschellerplatte erhalten sein. Eventuell wurde nach der Bunkerbeseitigung ein Gebäude direkt auf das Fundament gesetzt. Über die Ausrichtung des Bunkers bezüglich des Lüftungsturmes kann noch nichts gesagt werden. Die Splitterschutzvorbauten waren nördlich und südlich in Flucht zur Oststraße ausgerichtet.

Ehemaliger Standort des T 750 Oststraße
Nachtrag 20.06.08: Das Gebäude im Bereich des ehemaligen Bunkerstandortes ist mittlerweile abgerissen worden. Es war definitiv auf die Bodenplatte des ehemaligen Hauptbunkerkörpers gesetzt worden. Auch sind zusammen mit der Bodenplatte definitiv Teile der Zerschellerplatte noch immer vorhanden. Weiterhin standen bis in die 1980er Jahre drei runde Tanks auf der Fundamentplatte.
Aufnahme Juni 2011:


Die Marineschule an der Elbestraße in Bremerhaven




Aufnahmen Juni 2011:























Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Marineschule Elbestraße Erhalten



Aufnahmen Juni 2011:













Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 1100 Marineschule Elbestraße Erhalten

Luftbild des Bunkers vom 16.04.45



Aufnahmen Juni 2011:




Innen:


Copyright: B. Schumacher
Reste abgetragener (oder nicht fertig gestellter) Marine-Hochbunker Jacobistraße / nahe dem folgenden Objekt Erhalten (nur Erdgeschoss) / Ruine
Verdacht auf Truppenmannschaftsbunker (T 750 wahrscheinlich)!
Nachtrag 27.06.08: Der Bunker ist eine Truppenmannschaftsbunker-ähnliche Werkluftschutzvariante im nicht fertig gestellten Zustand. Die Innenräume sind identisch mit dem Erdgeschoss der Rostocker Werkluftschutzvariante!
Bremerhaven:

Rostock (gleicher Raum spiegelverkehrt im entgegengesetzten Bunkerinnenbereich):

Warum allerdings hier in einem Marinebereich ohne bekannte Werftbetriebe eine Werkluftschutzbunkerart durch die Kriegsmarine errichtet werden sollte, ist noch unklar. Alle anderen Bunker der Bauart lagen direkt in Werftbetrieben, beziehungsweise Werken, die durch die Kriegsmarine mit Produktion beauftragt waren.


Montagen...
Aufnahmen Oktober 2007:
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Copyright: O. Ostermann
Marine-Hochbunker / Truppenmannschaftsbunker 750 Artilleriestraße (der Bunker ist von innen gesprengt, Teile des Treppenhauses sind jedoch begehbar) Erhalten
Aufnahmen Dezember 2005:




Aufnahmen Dezember 2006:








Die Ebene 1-Luftschachtvertiefungen der Stirnseiten wurden nachträglich verkleinert...


Aufnahmen Juni 2011:












Weitere Informationen auf:
- Wir suchen dringend nach Fotos und Infos eines ehemaligen Hochbunkers in Bremerhaven, welcher zumindest wohl Anfang der 1980er Jahre im entfestigten Zustand noch erhalten war. Später wurde er dann entweder entfernt oder zum Wohnhaus umgebaut. Das damalige Bild glich ungefähr dem entfestigten Bunker Sedan in Wilhelmshaven. Vor dem Bunker war eine Art kleiner Platz. Der Bunker stand inmitten hoher städtischer Bebauung. Wer hat Infos zu diesem geheimnisvollen Objekt, welches anscheinend in keiner Liste verzeichnet ist / war?

Bunker Sedan Wilhelmshaven

Oben und unten: Montagen aus meinen Erinnerungen / Holger Raddatz

Nachtrag 11.10.07:
Wir sind der Lösung dieses Rätsels dank der Hilfe von Herrn Schumacher aus Bremerhaven eventuell näher gekommen. In Bremerhaven-Geestemünde stand im Bereich der Bergstraße und der Talstraße ein Hochbunker, welcher eventuell erst in den 1980er Jahren beseitigt wurde (andere glaubwürdige Quellen besagen, dass der Bunker bereits Jahrzehnte vorher gesprengt worden sei). Ein nahe wohnender ehemaliger Landwirt hatte in dem Bunker, der "schon aufgebrochen" war, im Erdgeschoss seine Lagermöglichkeiten. Der Bunker soll sehr breit und hoch gewesen sein, "größer als der Bunker auf der Geesteinsel..." (größer als der T 1100 Marineschule, d.Verf.). Später wurde der Bunker für neue Wohnbebauung abgebrochen. Noch heute sollen Fundamentreste erkennbar sein...
In diesem Bereich haben zwei Bunker gestanden. Erstens der geschilderte Bunker Bergstraße / Talstraße / zwei Geschosse (dies widerspricht wiederum der Aussage, dass er "sehr hoch" war) und der Bunker Allmersstraße / fünf Geschosse ("Foedrowitzliste"). War es der Bunker Allmersstraße (dieser soll jedoch laut einer anderen glaubwürdigen Quelle bereits in den 1950er Jahren beseitigt worden sein), welcher dann mit den fünf Geschossen dem Wilhelmshavener Pendant eventuell ähnlich war? Wer hat Fotos des Bunkers?
Ich habe im Alter von fünf bis sieben Jahren in Bremerhaven einen Hochbunker im entfestigten Zustand im Vorbeifahren mit dem elterlichen KFZ kurz gesehen. Verständlicherweise kenne ich seinen Standort nicht mehr. War das der Bunker, den ich sah?
Nachtrag 26.08.11:
Aufgrund von mittlerweile vorliegenden Quellen konnte nun nachgewiesen werden, dass der Bunker Allmersstraße als Verdacht ausscheidet, da er bereits 1946 von britischen Pionieren gesprengt wurde, wobei unmittelbar am Bunker vorhandene Nachbarbebauung stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Leserbrief zur Thematik vom 14.03.11:

Nachtrag 15.11.11:
So ähnlich könnte die Perspektive auch ausgesehen haben, mit Blick von einer kleinen Nebenstraße, die in eine große Hauptstraße mündete. An der Mündung soll sich eine Fischbratküche befunden haben...

Montage
Nachtrag 16.11.11:
Es ist durchaus möglich, dass das Objekt kein Hochbunker war, sondern ein betongraues, etwa fünfgeschossiges Lagerhaus oder ähnliches im Abrisszustand. Die Plakate wären dann vor dem Objekt an einem Holzzaun / Abrissbaustellenzaun zu sehen gewesen...
Weiterhin danken wir herzlichst Herrn Olav Ostermann, der uns seit langem tatkräftig bei der Lösungssuche bezüglich dieses Rätsels unterstützt.
Holger Raddatz
Wissen Sie etwas über den Bunker?
Danke!
Beteiligen Sie sich zum Thema bitte auch Hier im Forum von seestadtschnack.de, damit endlich eine Lösung des Rätsels gefunden werden kann. Danke!

- Was war dies für ein Hochbunker? Der zweigeschossige Bunker, wohl ein Marinebauwerk (sehr wahrscheinlich nicht fertig gestellt), stand zwischen Melchior-Schwoon-Straße und Hinrich-Schmalfeldt-Straße an der Stresemannstraße nicht weit östlich des T 750 Artilleriestraße, wurde nach dem Krieg entfestigt und später komplett entfernt. Auf dem Bild sind eindeutig Ausblühungen im Beton erkennbar. Das Baudatum wird auf Mitte bis Ende 1944 geschätzt. Damit wären hier in diesem Gebiet geballt drei Bunkerobjekte vorhanden gewesen. Der Hochbunker taucht in keiner Liste auf. Wer hat Infos?
Nachtrag 18.08.08: Unser Leser Herr Borm sandte uns ein aktuelles Bild des Bunkerstandortes zu. Es kann sein, dass der Bunker noch immer existent ist.
Es ist möglich, dass die jeweils drei Fensteröffnungen (Entfestigungsöffnungen) pro Geschoss an der Ostseite (im Foto oben vorne) später auf fünf pro Stockwerk (mit einem Fenster pro Geschoss links und einem Fenster pro Geschoss rechts der jeweils drei schon vorhandenen Öffnungen) erweitert wurden. Danach wurde ein drittes Gebäudegeschoss mit Satteldach auf den Bunker gesetzt und alles mit Mauerwerk verblendet. Die unten abgebildete Montage mit den Ausmaßen des Bunkers passt genau in das Gebäude. Der Bunker müsste dort "enden", wo die alte Klinkerschicht in die neue Schicht übergeht.


Nachtrag 07.12.09: Unser Leser Herr Brinkmann sandte uns ein Bild aus den 1950er Jahren zu. Die Sichtschiene geht von Süden nach Norden auf der Stresemannstraße entlang. Auch der entfestigte, bereits mit Fenstern versehene Bunker ist abgebildet. Seltsamerweise müsste das Fenster unten rechts inmitten der massiven Bunkerecke eingebracht worden sein, was sehr ungewöhnlich ist und mit besonderem Aufwand verbunden gewesen sein muss. Es stellen sich die Fragen: War das ein Bunker? Ist die Grundstruktur des Bauwerkes noch vorhanden? Wenn das kein Bunker war, was dann?

Nachtrag 28.10.11: Höchstwahrscheinlich war das Gebäude kein Bunker, sondern lediglich ein betoniertes Gebäude in Massivbauweise. Das Gebäude wurde wohl im Krieg nicht mehr vollendet. Es hätte sehr wahrscheinlich ein Giebeldach wie die angrenzende Baustruktur erhalten sollen. Die Wandstärken des Bauwerkes werden lediglich bei etwa 50 Zentimetern liegen. Jedoch besaßen alle Gebäude in diesem Bereich LS-Keller, deren Druckschutzklappen usw. heute noch teilweise vorhanden sind.
Kurzfilm über die Truppenmannschaftsbunker der Stadt bei www.truppenmannschaftsbunker.de
Kurzfilm über die Truppenmannschaftsbunker der Stadt bei You Tube
- Besitzen Sie Fotos weiterer Bremerhavener Luftschutzanlagen (Hochbunker, Tiefbunker, Deckungsgräben, Splitterschutzzellen usw.)?
Wir freuen uns über Fotos jeder weiteren ehemaligen LS-Anlage, die hier im Sinne der Geschichtsaufbereitung veröffentlicht werden können. Danke.
Stand: 12 / 11
Zurück zum Eingangsbereich (nur bei Seitenaufruf über www.bunker-whv.de / www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de)
Diese Seite ist Bestandteil der Präsenz