Der Dietel-Turm
- Eine Kurzvorstellung -
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Nachweisbar existierten / existieren (runde) Türme der Bauart Dietel
in:
1. Darmstadt
Dieser Turm existiert noch heute im "nachkrieglich" entfestigten und umgenutzten Zustand. Auf seinem Beobachtungsstand auf der Turmplattform wurden Mobilfunkmasten angebracht.
Der Luftschutzturm wurde mit dem Namen: "Von Richthofen-Turm" versehen. Heute trägt er im Volksmund den Namen "Mozartturm".
2. Rüsselsheim
Werkgelände der Adam Opel AG
Der Luftschutzturm wurde mit dem Namen: "Boelcke-Turm" versehen.
Unserer Information nach wurde der Turm kurz nach Kriegsende in Folge der Demilitarisierungsmaßnahmen der Alliierten abgerissen und vollständig entfernt.
? Westdeutschland / Luftverteidigungszone West
...laut M. Foedrowitz "Luftschutztürme und ihre Bauarten"
Ort und heutiger Status unbekannt, eventuell ist der Dietel-Turm in Darmstadt gemeint.
3. Hattingen
Genauer Standort unbekannt, entfernt.
4. Heilbronn
"General Wever-Turm". Einziger bombensicherer Hochbunker Heilbronns. Noch heute ist dieser Turm fast in authentischem Zustand und steht unter Denkmalschutz. Auch die Anordnung der Beobachtungs- Schießscharten ist dort treffend auffindbar.
5. Neuwied bei Koblenz
Dieser Dietel-Turm wurde im Gebiet der Zementwerke Neuwied errichtet. Er stand links, einige hundert Meter (von "Engers" kommend) vor der Brückenauffahrt zur damaligen Hermann-Göring-Brücke. Dieser Turm schien nicht ganz so hoch wie vorgesehen ausgeführt worden zu sein. Unser Leser Helmut schreibt dazu: "Da man ihn nicht (ein zweites Mal...) sprengen konnte oder wollte, sollte er dann durch Untergrabung langsam versenkt, beerdigt werden. Er wurde praktisch von allen Seiten her untergraben. So hab ich's in Erinnerung." Der heutige Status des Turmes ist uns unbekannt. Es könnte aber sein, dass Reste des Turmes oder vielleicht sogar das ganze Bauwerk unter Erdgleiche im liegenden Zustand (der Turm ist nach einer ersten Sprengung durch die französischen Besatzer bereits umgekippt) noch heute vorhanden sind. Mutmaßlich hat es sich bei diesem Turm garnicht um einen Dietel-Turm gehandelt, sondern um einen äußerst seltenen LS-Turm der Bauart Zombeck mit Plattform. Hinweise darauf lassen sich bis dato jedoch nicht weiter nachverfolgen.
Weitere Erinnerungen von Leser Helmut: "Meine, mich fest daran zu erinnern, dass eine Doppelflügeleisenblechtür auf der dem Osten zugewandten Seite der einzige Zugang zum Inneren war, der Turm liegt direkt auf der Tür! - Der einzige Zugang über eine spiralförmige Rampe, die in Etagenform gestaffelte Schutzräume für die Menschen zugängig machte. Also keine Treppen. Kann mich auch noch gut daran erinnern, dass nach dem Zusammenbruch aufgerissene Koffer, Kleidungsstücke und Dokumente / Briefe den Eingang fast verstopften. Wohl eine alltägliche Begebenheit in den Ruinen und Bunkern!"
6. Wilhelmshaven
Gelände der ehemaligen Hafenneubaukaserne (Hafenneubaukommando). Unmittelbar nach Kriegsende gesprengt und endgültig abgetragen Anfang der 1980er Jahre. Dieser Dietel-Turm besaß keine Schießscharten im militärischen Nahkampfverteidigungssinne. Ebenfalls verfügte er keinesfalls über die regulären zehn Geschosse und war auch vom Durchmesser her nicht ganz so breit wie das ursprüngliche Dietelpatent es vorgesehen hatte.
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