Tiefbunker Wiesbadenbrücke - Der Abriss 2

Dieses 1945er Luftbild zeigt ganz rechts ein weiteres längliches helles Objekt. Im Zuge der Abrissmaßnahmen trat hier bisher aber lediglich ein Nachkriegs-Kriechkeller des ehemaligen Sauerstoffwerkes Linde ans Tageslicht. Ganz kurios auch das Objekt direkt östlich des Tiefbunkers. Auf den Fotos vom 12. Februar 2018 sind massive Betonschienen (für einen Kran?) zu sehen. Würde man es "nicht besser wissen", könnte man fast vermuten, hier sei eventuell sogar eine Verlängerung des Tiefbunkers im Bau gewesen...

Schauen Sie einmal auf das Hauptfenster im Eingangsbereich dieser Bunkerseiten. Der dortige Hintergrund ist aus dem Inneren des Tiefbunkers Wiesbadenbrücke am 18. August 2007 aufgenommen worden...

 

wird fortgesetzt

 

14. April 2018

Die Bodenplatte des Tiefbunkers ist großteilig zerstört und damit nun Vergangenheit. Der Sohlbereich des Bunkers ist mittlerweile nicht unerheblich mit Grund- und Hafenwasser vollgelaufen.

7. April 2018

Der Abriss schreitet weiter dem Ende entgegen fort. Die Sohlplatte ist großteilig Vergangenheit. Nur einige Außenwandbereiche stehen noch. Weiterhin existent ist aber der Hinweis an der ehemaligen Bunkerinnenwand der Nordwestecke, der zusammen mit weiteren Schriftzügen der Art auf das strikte Rauchverbot im Inneren zu Kriegszeiten aufmerksam machte. Immer wieder müssen Schuttmassen aus der Grube gehoben werden, um an die eigentliche Bodenplatte zu gelangen. Auch muss einfließendes Wasser abgepumpt werden. Dies sind die eindeutigen Nachteile, wenn ein unterirdisches Bauwerk abgebrochen wird.

Reste des Schachtes an der Nordostecke des Bunkers:

31. März 2018

Die Sohlplatte des Tiefbunkers ist mittlerweile großteilig zerkleinert worden. Die Außenwände existieren lediglich noch in Restbereichen. Die markante Nordwestecke mit dem letzten "Rauchen verboten"-Schriftzug an der ehemaligen Innenwand blieb aber entgegen unserer Erwartung bis heute doch noch erhalten. Dennoch neigt sich der Abriss nun unaufhaltsam dem Ende entgegen. In einer Woche dürfte er abgeschlossen sein.

24. März 2018 (Nachträge 25. März 2018)

Der Tiefbunker ist mittlerweile bis auf die Sohlplatte und einige Teile der massiven Außenwände vernichtet. Ein letzter "Rauchen verboten"-Schriftzug im Nordwestbereich des Restbunkers ist kurzzeitig erkennbar gewesen...

Im Mittelbereich der Wiesbadenbrücke wurde noch einmal "ein Loch gegraben". Hier traten wieder massive Beton- und Mauerwerksteile ans Tageslicht. Es dürfte sich dabei um Reste der Fernwärmeleitungsanlage aus Nachkriegszeiten handeln:

Man darf gespannt sein, wann die Relikte im Südbereich der Wiesbadenbrücke der Vergangenheit angehören:

10. März 2018

Die Decke des Tiefbunkers ist komplett zerstört. Vorhanden sind lediglich noch die Unterbereiche der Außenwände und die Sohlplatte. Der ehemalige Innenraumbereich des Bunkers liegt voller Trümmerschutt.

Südtor Ost 1

Südtor Ost 2

Südtor Mitte-Ost

3. März 2018

Die Bunkerdecke ist mittlerweile zu Drei Vierteln Vergangenheit. Der Schutt der Decke liegt fast im gesamten Innenraum.

24. Februar 2018

Mittlerweile ist die Decke des Tiefbunkers fast zur Hälfte abgebrochen. Zwei Bagger arbeiten sich mit dem Meißelhammer jeweils aus Osten und Norden vor. Die Höhe des Bunkers wurde inzwischen mit circa 5,50 Metern angegeben (+-1,50 m Decke - ohne nachträgliche Betonfertigträger - / 2,50 m Innenraumhöhe / 1,50 m Sohlplatte).

In der Wilhelmshavener Zeitung erschien gestern / 23.02.18 ein Artikel zu den Abrissmaßnahmen. Darunter auch Erläuterungen zum Tiefbunker und zum "Objekt 2". Hier

Im mittleren (1x) und östlichen Bereich (2x / nebeneinander) des Zaunes der Südbegrenzung des BW-Bereiches gab es insgesamt drei Südtore. Hier ist das erste im Mittelbereich fast völlig zugewachsen zu sehen.

17. Februar 2018

Nicht unerhebliche Teile der Ostdachecke des Tiefbunkers sind bereits abgerissen. An Objekt 2, welches wohl eine Zisterne darstellte, erinnert nur noch eine Erdkuhle mit einigen Trümmerstücken.

Durch das THW - OV Varel wurden bekanntlich beide Bauwerke am 10. Februar 2018 leergepumpt. Hier einige Aufnahmen von diesem Tag mit freundlicher Bereitstellung durch das THW.

Zisternenverdacht:

Tiefbunker:

Der Tiefbunker hätte in diesem leergepumpten Zustand am 10. Februar 2018 durchaus die Kulisse für einen (Horror)Film bieten können...

Die Innenaufnahmen der damaligen Begehung (18. August 2007) sind nun aufgehellt und bearbeitet auch hier zu finden.

16. Februar 2018

Aktueller Stand der Entwicklungen. Mehr Informationen folgen morgen.

Objekt 2, welches höchstwahrscheinlich eine Zisterne war, ist komplett abgerissen:

Am Tiefbunker wurden bereits große Teile der Ostdachfläche abgerissen:

Von den beiden kleinen rechteckigen BW-Tanks ist lediglich noch ein Trümmerhaufen übrig (links neben dem Container):

Kürzlich wurde der Wasserstand im Hafenbecken ein wenig abgesenkt. Zu sehen sind nun südlich an der Wiesbadenbrücke Trümmerrelikte, welche sonst die meiste Zeit unter der Wasseroberfläche verborgen liegen:

Wieder in Richtung Abrissgebiet:

Das Fundament des ehemaligen Wachgebäudes:

12. Februar 2018 (mit Nachträgen 14. Februar 2018)

Heute hat der eigentliche Abriss des Tiefbunkers begonnen. Auf der Decke wurden bereits einige Bereiche abgebrochen. Das zweite Objekt, welches mittlerweile fast entfernt ist, hat sich höchstwahrscheinlich als KEINE Verbunkerung entpuppt. Die Decke war lediglich circa 30 cm stark. Eventuell handelte es sich hierbei - wie bereits vermutet - um eine Zisterne. Das quadratische Objekt anliegend war massiv und ohne Hohlraum. Eventuell eine Art Fundament für einen Lastenkran?

Unser herzlicher Dank an Spar & Bau Wilhelmshaven für die Begehungsermöglichung und Führung, sowie an die Firma BSG, dass wir die Bunkerdecke während des Abrisses noch einmal betreten konnten.

Tiefbunker Wiesbadenbrücke - Der Abriss - Kurzfilm 1

Tiefbunker Wiesbadenbrücke - Der Abriss - Kurzfilm 2

Tiefbunker:

Die Anlage wurde am 10. Februar 2018 leergepumpt. Circa 600 qbm Wasser wurden abgesaugt. Während des eigentlichen Abrissbeginns (Bunkerdecke) wurde festgestellt, dass die Wände circa 1,80 Meter stark sind und die Decke etwa 1,50 Meter Stärke misst. Die Art der Bewehrung in Wand und Decke konnte bisher nicht ermittelt werden. So wie auch im Inneren die Oberbereiche der Wände zur Decke hin in circa 45 Grad-Schräge verstärkt wurden, findet sich auch außen um die Bunkerwände herum die Weiterführung dieser Verstärkung. All diese Bereiche sind mit einer Mauerwerksschicht versehen worden, um bei Nahtreffern im Erdreich eine Pufferung des Drucks (Verdämmungseffekt) herbeizuführen. Die leicht abgeschrägte (Regengefälle) Bunkerdecke und auch die Wände (unter dem Mauerwerk) sind komplett bitumiert. Der Bunker soll bekanntlich einen Bombeneinschlag erlitten haben, woraufhin dann die Decke mit Spannbetonträgern verstärkt wurde. Der Einschlag dürfte im Bereich / nördlich vom Eingang Süd stattgefunden haben. Hier sind alte Unebenheiten auf / in der Decke zu sehen. Der Eingang Süd, der die gleiche Form und Ausrichtung wie Eingang Nord hatte, ist im Unterbereich noch immer vorhanden geblieben. Der Eingangsvorbau wurde bis unter Erdgleiche abgetragen. Der Zugang selbst ist verschüttet worden. Eventuell geschah das schon im Krieg nach dem Einschlag. An der Nordostecke ist ein gemauerter Schacht mit Steigeisen am Bunker vorhanden. Dies könnte der Rest eines Eingangs 3 (Notausstieg mit Turm) sein. Im Gegensatz zum ersten Eindruck sind die Folgen der innerlichen Nachkriegssprengung äußerlich doch recht überschaubar geblieben. Auch die Bunkerdecke selbst weist fast keine Schäden dieser Sprengung auf deren Dachfläche auf.

Unten: Interessant ist diese Betonüberkragung an der Westwand / Dachkante des Bunkers. Einen zusätzlichen Eingang, für den diese Verstärkung als Splitterschutz gedient hätte, scheint es hier allerdings nicht gegeben zu haben.

Unten: Dies ist der zweite, südliche Eingang, der leicht nach Osten versetzt im Verhältnis zum Nordeingang eingebracht wurde. Zu sehen ist das nach dem Krieg bis unter Erdgleiche abgebrochene Eingangsbauwerk / deshalb auch die offen liegende Bewehrung an der Bunkerdachkante. Eventuell ereignete sich hier im Krieg der Bombentreffer, den der Bunker erlitten haben soll. Dann wäre dieser Bereich wohl schon zu Kriegszeiten zugeschüttet worden und nicht erst später. Jedoch mussten nutzungsfähige Bunker immer mindestens zwei in Funktion befindliche Zugänge aufweisen.

Unten: Interessant sind diese, fast genau in einer Flucht mit den nördlichen / südlichen Bunkerwandbegrenzungen verlaufenden zwei Betonführungsschienen (nördliche Schiene hier großteilig verdeckt) östlich der Bunkeranlage. Hier könnte ein Lastenkran aufgesetzt gewesen sein. Eventuell sind dies Relikte vom Bau des Bunkers. Mutmaßlich wurden über einen solchen Kran später dann auch die Betonfertigträger auf die Bunkerdecke gelegt.

1945:

Rechts neben dem Tiefbunker die Schienen. Würde man es "nicht besser wissen", könnte man fast vermuten, hier sei eventuell sogar eine Verlängerung des Tiefbunkers im Bau gewesen...

Unten: Hierbei könnte es sich um einen dritten Eingang des Tiefbunkers handeln, bzw. um einen nach dem Krieg bis auf Erdgleiche abgebrochenen Notausstiegsturm. Im Schacht sind Steigeisen vorhanden.

Oben / Unten: Noch einmal der zweite, südliche Eingang, der leicht nach Osten versetzt im Verhältnis zum Nordeingang eingebracht wurde. Zu sehen ist auch der zugeschüttete Treppenabgangsbereich (dunkle rechteckige Fläche mittig des Vorbaues / gleiche Ausrichtung wie Eingang Nord).

Unten: Ungefähr in diesem Bereich, der unweit entfernt vom Südeingang liegt, dürfte sich der Bombentreffer ereignet haben.

Unten: Der Nordeingang.

Das "winkelförmige Massivbetonteil" hat sich nun als zwei nebeneinander liegende betonierte Tanks aus Nachkriegszeiten (BW) herausgestellt. Diese befanden sich ursprünglich unter Erdgleiche. Die beiden seitlich erkennbaren Öffnungen stellen Aufnahmen für Pumpleitungen / Abpumpen / Auffüllen eben dieser Boxen dar:

Tank 1:

Tank 2:

Noch einmal oberes Bild: Wohl vom Tank 2 stammende Rest-Umrandung des dortig eingebrachten Kanaldeckels:

Tank 1:

Tank 2: Hier zu sehen die Leitungen im Tank. Dessen äußere Öffnungen sind mit Schlick verstopft:

Tank 1:

Bauwerk / Objekt 2:

Das westliche beider "Quadrate" bestand aus zwei nebeneinander gesetzten massiven 3,50 Meter tiefen Betonquadern (unbewehrt). Der Bereich wurde am 7., 8. und 9. Februar 2018 abgebrochen. Eventuell handelte es sich dabei um eine Art Fundament für einen Lastenkran. Vielleicht sogar um eine Art Schwerbelastungs-Testkörper?

Das östlich anliegende Objekt wurde am 10. Februar 2018 leergepumpt und bis zum 14. Februar komplett entfernt. Es handelte sich dabei mit ziemlicher Sicherheit um keine Form einer Verbunkerung, sondern wohl um eine Zisterne. Vielleicht sogar ein kleines Übungstauchbecken? Die Wände des Objektes bestanden aus 40 bis 50 cm starken Stahlbetonwänden. Die Decke war lediglich circa 30 cm stark (mit lediglich einer einzigen Bewehrungslage als Unterbau). Die Decke wurde durch einen mittig liegenden Pfeiler gestützt (aus Rotziegeln).

Das bereits teilweise aufgestemmte Innere am 10.02.18 beim Wasser-Abpumpvorgang:

Oben: Der südwestliche Einstieg. Nur eine Öffnung in das Innere war vorhanden. Unten: Der Einstieg (ohne Steigeisen!) am 10.02.18 beim Wasser-Abpumpvorgang:

Unten: Unter diesen Platten verlief die nach dem Krieg von der BW hier vom / zum Heizwerk verlegte Fernwärmeleitung.

 

 

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